Die Abschlusskostenquote zeigt auf, wie viel das Versicherungsunternehmen für den Vertragsabschluss aufwendet. Die Rolle dieser Quote ist das Verhältniss zwischen den Versicherungsbeiträgen und den Kosten, die von der Versicherungsgesellschaft für den Abschluss der Versicherung angewendet wurden, zu zeigen. Diese Kosten setzen sich aus mehreren Ausgaben zusammen, wie beispielsweise Ausgaben für Werbung, Prüfungskosten, Aufarbeitungskosten und natürlich die Provision. Welche Höhe am Ende die Quote haben wird, wird auch von jedem Neuabschluss einzeln beeinflußt aber auch vom Unfang des jährlichen Neugeschäfts.
Wenn eine hohe Abschlusskostenquote berechnet wird, kann das an den vielen Neuabschlüssen und an den wenigen Beitragseinnahmen liegen, das ist der Fall mit einer relativ jungen Versicherungsgesellschaft. Falls aber hohe Quten bei einer älteren Gesellschaft gemessen werden, kann das negativ bewertet werden, denn dadurch wird gezeigt, dass die Kosten für die Neukundengewinnung im Vergleich mit den Einnahmen zu hoch sind. Eine niedrige Quote ist im allgemeinen gut für den Kunden, denn sie bedeutet niedrige Provionen und gute Einnahmen.